14. Februar 2018

radiert und kleingemustert

Hallo!

Eigentlich war mein Plan, dass ich für Michaelas Muster-Mittwoch zum Thema "Kleingemustertes" diese Woche wieder einmal etwas handwerklich Hergestelltes zeige. Leider sollte und wollte es nicht sein - der Wille war da, aber irgendwie hat es nicht so funktioniert, wie ich es wollte.

Das Kleingemusterte wollte ich dieses Mal zuerst mit einem Monoprint (bzw. wenn es gut geklappt hätte, mit mehreren Monoprints) starten. Es war mein erster Monoprint, so bin ich recht blauäugig an die Sache ran gegangen. Ich habe ganz schnell gemerkt, dass ein Monoprint entweder nur für Miniformate oder für große Muster geeignet ist, da die Farbe sehr schnell trocknet und somit der Druck dann aufs Papier nicht mehr zu machen war.

Nachdem ich von meinem Monoprinten leicht frustriert war, habe ich beschlossen, ich versuche mal einen Milchtüten-Druck (Wollte ich schon lange mal ausprobieren). Guter Dinge habe ich in ein Stück Tetrapak kleine Muster "eingeritzt". Nach dem ersten Druckversuch habe ich festgestellt, dass ich das Muster zu wenig tief eingearbeitet hatte, so also war eine Nachbearbeitung nötig. Gedacht - getan. Aber auch dieses hat nichts gebracht. Das Muster wollte und wollte einfach nicht aufs Papier.

Wie ihr Euch vorstellen könnt, war mein Frust jetzt natürlich noch größer. Nur hatte ich jetzt noch soviel angemachte Farbe über, auf der Walze, auf der Farbpalette (von meinen Fingern ganz zu schweigen). Gut, was machen? Ich habe mich für einen ganz einfachen Print entschieden, ohne Muster, ohne Aufwand. Na, wenigstens das hat funktioniert!! Jetzt habe ich halt, nach eineinhalb Stunden werkeln, einen simplen Farbabklatsch auf einem Stück DinA4 Papier. Keine große Ausbeute!?!


Da ich aber unbedingt wieder beim Muster-Mittwoch mitmischen wollte, habe ich dieses Mal meine zweite Radierung (von der ich Euch beim letzten Mal berichtet habe) hergenommen und daraus Kleingemustertes gemacht. Nein, natürlich habe ich die Radierung selbst nicht zerstört, sondern nur digital verwendet. :-)
Seht selbst.



Irgendwie spannend, was daraus geworden ist.


Und Apropo Radierung.
Die liebe Elvira von 11ideen.blogspot.co.at hat mir bei meinem letzten Eintrag einen Kommentar mit einem lieben Hinweis bezüglich Radierung@home (Milchtütendruck mit Nudelmaschine) hinterlassen. Die Nudelmaschine dient hier als einen Ersatz für eine Tiefdruckpresse. Als ich diesen Kommentar gelesen habe, da haben meine Augen geleuchtet und ich wusste sofort, was ganz oben auf meiner Das-muss-ich-unbedingt-mal-ausprobieren-Liste stand . :-)
Da ich eigentlich alles für eine Radierung@home zu Hause hatte (Nudelmaschine, Papier, ...), musste ich nur noch schnell eine Tiefdruckfarbe besorgen und den ersten Radierungen stand nichts mehr im Wege.
Da ich vorgestern meine Freundinnen zu Besuch hatte, habe ich dies zum Anlass genommen, und 7 Stück Tischkärtchen gemacht. Schnell mal ein Stück Tetrapak auf 8x8cm zugeschnitten, Motiv eingearbeitet, Farbe drauf (wie im Radierkurs gelernt) und ab durch die Nudelmaschine.
Und siehe da, es hat funktioniert, und wie!!!!! :-)

Nach dem Trocknen des Papiers noch schnell mit Aquarell-Buntstiften ein bisschen Farbe ins Spiel gebracht und fertig. Meine Freundinnen haben sich riesig darüber gefreut und auch gleich mitgenommen (so soll es sein). Ich habe für mich natürlich auch ein Exemplar gemacht, das ich Euch hier zeige:


"Druckplatte"

Radierung, mal anders



Wie ihr seht, war meine Woche kreativ eher "durchwachsen". Ich hoffe, bei Euch lief es besser?!
Wir sehen uns nächste Woche wieder. Freu mich drauf.
Alles Liebe.
Eure Simone

Kommentare:

  1. Ach Mensch, tut mir leid zu hören, dass du dich so rumgeärgert hast. Manchmal ist das so, das irgendwie nix klappt. Aber gib dem Gelantinedruck mal noch eine Chance - ich glaube das wird was, wenn man den Druck raus nimmt.
    Deine Milchtüten-Radierung ist so schön geworden, richtig leicht. Ich hatte mich auch mal an Milchtütendruck versucht, und das ging in die Hose. Hab ich auch nicht mehr angefasst seit dem.
    Viele Grüße
    Laura
    P.S. man kann dir keine Kommentare schicken, wenn man eine eigene Website hat. Nur wer bei Blogger, Wordpress, Livejournal, Aim oder typepad ist. Vielleicht kannst du das in deinen Einstellungen mal ergänzen

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  2. Hallo Laura. Danke für deinen netten Kommentar. Den Gelantinedruck werde ich sicher mal wieder probieren. Irgendwann, wenn ich die richtige "Muse habe. :-)
    Danke auch für deinen Hinweis bzgl. Kommentare. Hab die Einstellung geändert, sollte jetzt funktionieren?!
    Liebe Grüße. Simone

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